Mein Vater war nie reich aber stets fleißig und nicht dumm und so gab es in unserer Familie bereits in meiner Kindheit einen hochwertigen Fotoapparat, wie man das damals noch nannte.
Bereits in meiner Kindheit wurde ich so mit der Fotografie konfrontiert. Und durch meinen Vater maßgeblich belastet. Dieser liebte Porträts. Schon damals waren es auch für mich Menschen und Tiere und weniger Gegenstände, die mich fotografisch reizten. Bewegungen und Stimmungen einfangen, Menschen und Tiere in fröhlichen Momenten festhalten. Das hat mir am meisten Freude bereitet. Spielende Hunde, Sportler, eine gesellige Runde, der nachdenkliche Vater. Das waren meine Motive.
Wie eingangs erwähnt, stamme ich nicht aus wohlhabenden Verhältnissen und habe mein Studium selbst finanziert, so dass meine Fotografie für einige Jahre ruhen musste. Mit zunehmender Digitalisierung habe ich den richtigen Zeitpunkt abgewartet, die Fotografie nun rein digital wieder aufzunehmen. Meine Ausbildung als Ingenieur und Tätigkeit als Informatiker waren hierbei nicht hinderlich. Nichts desto trotz bietet die Technik lediglich Werkzeuge zur Umsetzung eigener Ideen. Welcher Art diese auch immer sein mögen. Es gilt nach wie vor: das Auge zählt.
Wenn ich heutzutage im Rahmen eines Auftrages zur Kamera greife, dreht es sich entweder um Menschen oder auch Tiere, die ich fotografiere. Ich bin mir selbst treu geblieben. Ich mag den Flair großer Sportveranstaltungen. Hier bin ich auf Triathlon, Marathon und Fußball spezialisiert. Hat man bei solchen Events eher eine gewisse Distanz zu seinen Modellen, ändert sich dies bei Familienfeiern oder auch Firmen-Events. Diese Art der Fotografie mit fließendem Arbeiten mit Menschen, über den üblichen Rahmen hinaus, finde ich besonders reizvoll. So genügen oft ein kurzer Blick oder eine kleine Geste, um eine Person zu einem natürlichen Ausdruck zu bewegen, der einen gewissen Charme hat.
Im Bereich Fashion- und Glamour-Fotografie, die ich lieber schlicht als kreative Porträtfotografie bezeichne, gilt dies ebenso. Ich lege großen Wert auf eine konstruktive Vertrauensbasis zwischen mir und meinen Modellen. Diese sollen sich in meiner Umgebung gut aufgehoben fühlen, um eine Chance zu haben authentisch sein zu können. Dies bekomme ich fotografisch durch gute Bilder reflektiert. Standardposen langweilen mich. Ich mag es eher ungewöhnlich. Ansprechende Posen entstehen meist zufällig wirkend aus einem Fluß heraus. Und sind somit keine Posen mehr.
Dieser Fluß kann sich aus meiner Erfahrung am besten einstellen, wenn ein gewisses grundlegendes Vertrauen besteht. Dann können Bilder enstehen, die andere Menschen auch gerne mehr als einmal, und auch länger, betrachten um sie zu entdecken.
Viele Freunde meiner Arbeit bezeichnen diese als Kunst. Diese Entscheidung überlasse ich gerne meiner Umgebung und freue mich, wenn meine Werke diese Anerkennung finden. Ich bezeichne mich in Zeiten, in denen der Begriff Kunst inflationär überstrapaziert ist, als kreativen Handwerker.
Ich bin als Fotograf Mitglied der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Ich fotografiere ausschließlich mit professionellem Equipment aus dem Hause Canon.


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